Michelberg im Weinviertel - Hansi's Infoseite

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Michelberg in NÖ
Ein geschichtsträchtiger Berg im Weinviertel in NÖ.

Geographie
Der Michelberg vom Grillenberg aus gesehen
Der Michelberg gehört geologisch zur Waschbergzone. Alte und neue Steinbrüche zeigen Kalkgestein, in dem sich Überreste von sog. prähistorischen Münztieren finden, weshalb dieser Kalk auch Nummulitenkalk genannt wird.
Die Höhen Michelberg und Waschberg tragen kleinere Waldbestände, den Großteil bedeckt eine Grasdecke. An den Hängen erstrecken sich Weingärten und Felder.
Bei guter Sicht überblickt man den Alpenbogen vom Schneeberg bis zum Traunstein und sieht weit ins Tullnerfeld, ins Weinviertel sowie ins Donautal nach Wien. Auf einem großen Stein befindet sich eine Panoramascheibe, welche die Orientierung erleichtert.
Ein Stück unterhalb des Gipfels mit seiner Kapelle befindet sich eine Jausenstation (Gasthaus).
Geschichte
Kapelle am Michelberg
Der Michelberg hat auch eine lange Vergangenheit als Kultstätte. Bereits aus dem 9. Jahrhundert ist die Michaelskirche nachgewiesen, welche lange Zeit ein beliebtes Wallfahrtsziel war. 1745 wurde sie umgebaut und durch eine Michaelskapelle erweitert. Bei den Josephinischen Reformen 1783 wurde die Kirche abgebrochen und mit ihrem Material durch die Klosterneuburger Chorherren in Haselbach  eine neue Kirche gebaut sowie mit der Einrichtung der ehemaligen  Bergkirche ausgestattet. Die heutige Kapelle stammt aus dem Jahre 1867 und wurde von der Gemeinde Haselbach errichtet.
Schon in der Steinzeit wurde die exponierte Lage und die baumfreie Kuppe als Beobachtungsstation genützt. Im Zweiten Weltkrieg war auf dem Michelberg eine Funkmessstation errichtet und das Gebiet herum zum militärischen Sperrgebiet erklärt.
Der Michelberg liegt am seit 2010 beschilderten Jakobsweg Weinviertel.
Archäologische Funde
Im  Jahr 2010 wurden bei Grabungen Reste einer Kirche sowie etwa 100 Gräber  freigelegt. Auch im Folgejahr wurden nochmals 50 Gräber gefunden,  sodass man annimmt, dass es sich um einen frühen Friedhof handelt.
Auszug WIKIPEDIA
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